Bisamberg Habitat Management
 
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  Trespen-Schwingel-Kalk-Trockenrasen mit bemerkenswerten Orchideenvorkommen (LRT *6210)

Halbtrockenrasen entwickeln sich meist auf Flächen, die früher bewaldet waren. Diese Lebensräume können nur durch Beweidung, Mahd oder entsprechende Pflege erhalten werden. Die Halbtrockenrasen am Bisamberg zeichnen sich durch einen hohen Orchideenreichtum aus. Neben Adriatischer Riemenzunge (Himantoglossum adriaticum) und Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) zählen Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphecodes), Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica) und Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) zu den typischen Arten.



Subpannonische Steppenrasen (LRT *6240)

Steppen-Trockenrasen sind artenreiche Rasengesellschaften auf wenig entwickelten Böden. Zu den charakteristischen Gräsern des Projektgebiets zählen verschiedene
Federgräser (Stipa sp.), die im Volksmund auch als Frauenhaar oder Steinfeder bekannt sind, das Pfriemengras (Stipa capillata) und verschiedene Schwingel-Arten (Festuca sp.). Zwischen den Gräsern gedeihen u.a. Illyrischer Hahnenfuß (Ranunculus illyricus), Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila), Österreichische Schwarzwurzel (Scorzonera austriaca), Zwerg-Gelbstern (Gagea pusilla), Schmalblättriger Lein (Linum tenuifolium), Sand-Fingerkraut (Potentilla arenaria) und Österreichischer Zwerggeißklee (Chamaecytisus austriacus).



Tiefgründiger Lösstrockenrasen (LRT *6250)

Lösstrockenrasen entwickeln sich im pannonischen Klimaraum auf tiefgründigen Standorten. Bei den Gräsern und Kräutern überwiegen mittel- bis hochwüchsige Arten. Ursache für diese gute Wüchsigkeit ist das günstige Wasserspeichervermögen der Lössböden. Durch die intensive Landnutzung im 20. Jahrhundert wurden die Lösstrockenrasen auf Sonderstandorte wie Lösshänge und Hohlwegböschungen zurückgedrängt. Die dominierenden Gräser wachsen horstig wie der Furchen-Schwingel (Festuca rupicola) oder breiten sich wie die Blau-Quecke (Elymus hispidus) und die Wehrlose Trespe (Bromus inermis) durch Ausläufer aus. Zu den typischen Kräutern zählen u.a. Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), Sicheldolde (Falcaria vulgaris) und Elsässer Haarstrang (Peucedanum alsaticum).



Glatthaferwiesen (LRT 6510)

Dieser Lebensraumtyp umfasst artenreiche, ein- bis zweimal gemähte und wenig gedüngte Wiesen auf durchschnittlichen Böden von der Ebene bis in die Bergstufe. Die dominierenden Gräser sind Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Wiesen-Rispe (Poa pratensis) und Ruchgras (Anthoxantum odoratum). Unter den Kräutern finden sich Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Gemeine Flockenblume (Centaurea jacea), Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium agg.), Weißes Labkraut (Galium album) und Wiesen-Glockenblume (Campanula patula). Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Knollen-Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus) deuten auf trockene Standorte hin. Am Bisamberg ist dieser Lebensraum nur kleinflächig ausgebildet.



Saumgesellschaften

Im (Halb-)Schatten der Gehölze ist die Sonneneinstrahlung nicht so extrem wie auf den Freiflächen. Daher wachsen hier höherwüchsige Kräuter mit größeren Blättern, wie zum Beispiel der Diptam (Dictamnus albus) oder die Aufrechte Waldrebe (Clematis recta). Andererseits können im Schatten der Flaum-Eichen-Wälder auch lichtliebende Wiesenpflanzen gedeihen. Zu den Charakterarten der Säume zählt der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum), der beispielsweise auf nährstoffreicheren Standorten in den Alten Schanzen neben der Bunten Schwertlilie (Iris variegata) und der Straußmargerite (Tanacetum corymbosum) zu den dominierenden Arten zählt. An stärker beschatteten Waldrändern ist der Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum) zu finden.
   

 

 
           
 
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