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Hohlwege & Lössböschungen |
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Hohlwege sind durch menschliche Nutzung entstanden. Indem unbefestigte Straßen über einen längeren Zeitraum genutzt wurden, tieften sie sich allmählich ein.
Besonders erosionsanfällig waren Erdwege in Lössgebieten, da ihre Oberfläche durch Pferdehufe und Wagenräder immer wieder gelockert wurde. Der Löss wurde bei stärkerem Regen durch das abfließende Wasser ausgewaschen. Auf diese Weise schnitt sich die Wegsohle im Laufe der Zeit tief in den Untergrund, und es bildeten sich charakteristische Hohlwege. Aufgrund seiner Festigkeit konnten Weinkeller oft ohne Stützbauten in den Löss gegraben werden.
Für Tiere und Pflanzen sind Hohlwege von großer Bedeutung. So legen Solitärbienen sowie Grab- und Wegwespen in sonnenbeschienenen Steilwänden ihre Nester an. Auf den Böschungskanten finden sich arten- und blütenreichen Halbtrockenrasen, die die Insekten mit Nahrung versorgen. Bei entsprechender Höhe werden die Steilwände auch vom Bienenfresser zur Anlage von Brutröhren genutzt. |
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