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Spuren der Vergangenheit |
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Funde aus der Zeit um 8000 Jahre v. Chr. belegen, dass die menschlichen Nutzungen am Bisamberg bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Eine gewisse Berühmtheit erlangte eine 18 cm große Tonfigur aus der frühen Lengyel-Kultur (4900 - 4300 Jahre v. Chr.), die als Venus von Langenzersdorf bezeichnet wird. Über die Jahrtausende wurde die Landschaft durch Ackerbau, Viehzucht und Waldnutzung verändert.
Die Anfänge des Weinbaus reichen bis ins Hochmittelalter zurück. Seine größte Ausdehnung erreichte er Anfang des 19. Jahrhunderts. Nach dem Reblaus-Befall um 1880 ging der Anteil der Weingärten in den exponierten, schwer bewirtschaftbaren Lagen stark zurück.
Für die Dynamik der Trockenstandorte sind auch die Verteidigungsanlagen von Interesse. So haben sich auf den während der Preußenkriege 1866 geschaffenen Schanzen im Osten des Bisambergs wertvolle Trockenrasen entwickelt. Um die Anlagen funktionstüchtig zu halten, wurden die Gehölze über viele Jahrzehnte entfernt.
Die Wiesen im Plateaubereich des Bisambergs wurden vorwiegend als Weideland genutzt, ebenso die stillgelegten Weingärten. Mit der Einführung der Stalltierhaltung Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Beweidungsintensität stark ab. In der Folge breitete sich der Wald großflächig aus.
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Landnutzung im westlichen Teil des Bisambergs im Wandel der Zeit:
(Auswertung in Anlehnung an Bassler et al. 1995)
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