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  Auf den süd- und westexponierten Hängen des Bisambergs finden sich ausgedehnte Trockenstandorte. Hohe Einstrahlung und geringes Wasserspeichervermögen der seichtgründigen Böden bieten günstige Bedingungen für die Entstehung einer Trockenvegetation. Auf den kargen Standorten gedeihen Arten, die auf Sonderstandorten schon immer heimisch waren oder aus den südlichen und östlichen Steppen einwanderten.

Viele Pflanzen verfügen über Anpassungen an den trockenen Lebensraum. Xerophyten (trockenheitsverträgliche Arten) sind in der Lage, mit geringen Wassermengen auszukommen. So weist die Österreichische Schwarzwurzel (Scorzonera austriaca) einen Wachsüberzug auf, der die Verdunstung reduziert. Die Silberscharte (Jurinea mollis) und die Gewöhnliche Golddistel (Carlina vulgaris) sind durch eine starke Behaarung und eine dicke Kutikula geschützt. Schwingel- und Federgras-Arten (Festuca sp. und Stipa sp.) reduzieren ihre Verdunstungsoberfläche durch Rollblätter. Bestens angepasst sind sukkulente Pflanzen wie Mauerpfeffer-Arten (Sedum sp.), die nur während der Nacht CO2 aufnehmen, sodass die Spaltöffnungen am trocken-heißen Tag weitgehend geschlossen bleiben können.

Eine andere Überlebensstrategie besteht darin, die vegetative bzw. generative Phase in Zeiträume zu verlagern, in denen eine höhere Bodenfeuchtigkeit herrscht. So gelangt das Schmalfrucht-Hungerblümchen (Erophila verna) schon im April oder Mai zur Samenreife und überdauert dann als Samen das trockene Sommerhalbjahr. Frühlingsgeophyten wie der Koch'sche Dolden-Milchstern (Ornithogalum kochii) und der Zwerg-Gelbstern (Gagea pusilla) nutzen ebenfalls das feuchte Frühjahr und ziehen wenig später ein, um den trockenen Sommer als Zwiebel zu überdauern.

Zahlreiche Charakterarten der ehemals landschaftsprägenden Trockenrasen werden in der Roten Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen in den höchsten Gefährdungskategorien geführt. Besonders hervorzuheben sind der Waldsteppen-Beifuß (Artemisia pancicii), der Pannonische Pippau (Crepis pannonica) und das Krautige Immergrün (Vinca herbacea).

 
 
         
 
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