| Aufgrund der engen Verzahnung von Trockenstandorten und Wäldern weist der Bisamberg eine sehr hohe Diversität auf. Bislang wurden 513 Großschmetterlingsarten nachgewiesen.
Beeindruckend war in den vergangen Jahren das geradezu massenhafte Auftreten einiger Wiesenfalter aus der Familie der Satyriden und des Segelfalters (Iphiclides podalirius) auf den Schanzen und am Bisamberg. Ebenso konnten die seltenen Mannstreu-Widderchen (Zygaena laeta und punctum) gefunden werden. Einige Arten, wie das Südliche Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavoniella), das Goldafter (Euproctis chrysorrhoea), die Blaukopfeule (Diloba caeruleocephala) und die Moderholzeule (Xylena exoleta) wurden durch Raupenfunde nachgewiesen. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Heckenwollafters (Eriogaster catax), einer Anhang II-Art der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.
Schmetterlingsschutz ist in erster Linie Biotop- und Landschaftsschutz. Vom Standpunkt des Naturschutzes betrachtet sind vor allem die Charakterarten offener Steppen zu fördern. Um deren nachhaltig zu sichern, werden folgende generelle Maßnahmen vorgeschlagen:
- Offenhaltung der Steppenrasen durch Beweidung (oder Mahd)
- Entfernen von Gehölzen und Öffnen der verfilzten Grasnarbe
- räumliche Vernetzung der Trockenrasenbiotope
- Verminderung des Nährstoffeintrages im Bereich der Schanzen
- Umstieg von weißen zu gelben Lichtquellen in den angrenzenden Siedlungsbereichen
Projektbericht Schmetterlingsmonitoring (352 KB)
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