Bisamberg Habitat Management
 
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  Hautflügler        
           
  Die Stechimmenfauna des Gebietes Bisamberg - Stammersdorf ist in ihrer Diversität in Mitteleuropa einzigartig und liegt in der Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume begründet. Zu den artenreichsten Habitaten zählen Hangtrockenrasen und Steppenrasen, Saumgesellschaften und Brachen.

Während der begleitenden Untersuchungen zum LIFE-Natur-Projekt in den Jahren 2007 - 2010 wurden 432 Arten nachgewiesen (Ameisen wurden dabei nicht mitgezählt). Davon entfielen 278 Arten auf die Bienen und 78 auf die Grabwespen, welche prioritäre Zielgruppen eines Monitoring waren. Aufstellungen, welche Literatur und Sammlungsdaten ebenfalls berücksichtigen, erfassen gar 721 Arten, die über einen Zeitraum von über 150 Jahren aus dem Gebiet belegt sind. Das ist für Österreich der absolute Spitzenwert.

Nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität der Arten ist beeindruckend, findet man hier doch so seltene Arten wie die Skabiosen-Hosenbiene (Dasypoda argentata) oder die Mohnbiene (Hoplitis papaveris).

Die Prioritäten für Schutzmaßnahmen liegen für Hautflügler in der Erhaltung blütenreicher Trocken- und Magerrasenstandorte, der Revitalisierung der Hohlwege, der Schaffung offener Bodenstellen, der Revitalisierung von Wegrändern sowie der Förderung sonnenexponierten Totholzes.

Projektbericht Wildbienen- und Grabwespenmonitoring (134 KB)

    Dasypoda argentata (Foto: H. Wiesbauer)

 
           
  Schmetterlinge        
           
  Aufgrund der engen Verzahnung von Trockenstandorten und Wäldern weist der Bisamberg eine sehr hohe Diversität auf. Bislang wurden 513 Großschmetterlingsarten nachgewiesen.

Beeindruckend war in den vergangen Jahren das geradezu massenhafte Auftreten einiger Wiesenfalter aus der Familie der Satyriden und des Segelfalters (Iphiclides podalirius) auf den Schanzen und am Bisamberg. Ebenso konnten die seltenen Mannstreu-Widderchen (Zygaena laeta und punctum) gefunden werden. Einige Arten, wie das Südliche Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavoniella), das Goldafter (Euproctis chrysorrhoea), die Blaukopfeule (Diloba caeruleocephala) und die Moderholzeule (Xylena exoleta) wurden durch Raupenfunde nachgewiesen. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Heckenwollafters (Eriogaster catax), einer Anhang II-Art der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.

Schmetterlingsschutz ist in erster Linie Biotop- und Landschaftsschutz. Vom Standpunkt des Naturschutzes betrachtet sind vor allem die Charakterarten offener Steppen zu fördern. Um deren nachhaltig zu sichern, werden folgende generelle Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Offenhaltung der Steppenrasen durch Beweidung (oder Mahd)
  • Entfernen von Gehölzen und Öffnen der verfilzten Grasnarbe
  • räumliche Vernetzung der Trockenrasenbiotope
  • Verminderung des Nährstoffeintrages im Bereich der Schanzen
  • Umstieg von weißen zu gelben Lichtquellen in den angrenzenden Siedlungsbereichen

Projektbericht Schmetterlingsmonitoring (352 KB)

   

 
           
 
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